BurgKoenigstein

Endlich eigene Räume

Büro im Übergang: ab dem 4. März sind wir nach 5 Monaten Kampf endlich telefonisch (06174 996 9947) in den Büroräumen im Kaltenborn (neben der Polizei) erreichbar.

Der Umbau Kaltenborn beginnt sofort nach Erhalt der Genehmigung. Dann können wir außer den Büroräumen (6m² für Verwaltung und Schulleitung zusammen und 4m² Instrumentenlager) auch die 2 Unterrichtsräume nutzen. Die Früherziehung, Unterricht für Menschen mit Behinderung und Instrumentalunterricht kann dann auch vor 12.45 oder nach 19.00 Uhr und am Wochenende stattfinden.

Für die Baumassnahmen hat der Vorstand bereits engagiert Spenden gesammelt. Uns fehlen trozdem noch 12.000 Euro.
Ihre Spende ist sehr willkommen! Wir freuen uns über alle, auch kleinen Beträge, die auf das Sonderkonto Mietprojekt Kaltenborn bei der Frankfurter Volksbank, IBAN Nummer DE92 5019 0000 6700 2176 02   BIC FFVBDEFF eingehen.

Sie erhalten eine Spendenquittung. Der Betrag ist steuerlich absetzbar. Vielen Dank!

Wir haben großzügige Spenden von der Mainova AG, der Taunussparkasse und der Dr. Broermann Stiftung erhalten. Ohne diese Spenden wäre der Umbau unmöglich, auch diesen Firmen sei herzlich gedankt!

 

Professionelles Musikertum auf der "Roten Liste"

Einerseits: Viele Königsteiner genießen Unterricht an der Musikschule. Die Musikschule Königstein ist in den letzten Jahren sehr gewachsen: 34 professionelle Lehrkräfte unterrichten mehr als 800 SchülerInnen. Die Musikschule leistet die kommunalen Pflichtaufgaben Bildung, Integration und Inklusion. Ohne unsere Arbeit hätten Orchester nur zufälligerweise HornistInnen oder KontrabassspielerInnen und bestünden, wenn überhaupt, meist aus Flötistinnen, Geigerinnen, Klarinettisten und auch Cellisten.

Wir unterrichten an 9 verschiedenen Unterrichtsorten und sind Kooperationspartner von Kitas und Gymnasien. Bildungsprojekte der Ministerien auf Landes- und Bundesebene verwirklichen wir kompetent in Zusammenarbeit mit dem Verband deutscher Musikschulen.

Andererseits: Wir haben zwar einen ca. zwanzigfachen Platzbedarf einer Grundschule, sind aber ohne eigene Räume. Diese lassen sich mit nur einem Zehntel der durchschnittlichen hessischen Förderung nicht mieten.

Wegen der schlechten Verhätnisse nicht nur im Hochtaunuskreis und Hessen hat sich die Anzahl der MusikstudentInnen extrem reduziert. Eine Stadt wie Königstein konnte früher damit rechnen, jedes Jahr zwischen 3 und 6 NachwuchsmusikerInnen in das Studium zu entlassen. Innerhalb der letzten 10 Jahre habe ich nur von einem Musikstudenten erfahren. Fast alle anderen, zum Teil hochkompetente MusikerInnen haben sich gegen das Studium entschieden, da prekäre Honorarverträge keine guten Zukunftsaussichten in Hessen bieten.

Das Berufsbild des professionellen Musikers ist heute existenziell gefährdet. Königstein hat in verschiedenen Bereichen ca. 80 aktive, professionelle MusikerInnen. In Grundschulen Hessens schlägt der Mangel bereits durch: über 80% des Musikunterrichtes wird fachfremd gegeben.

Nur mit einer den Vorgaben des Bildungsplanes der Bund-Länder-Kommission aus dem Jahr 1978 entsprechenden Förderstruktur kann sichergestellt werden, dass auch noch in 10 Jahren der Unterricht in gewohnter Qualität angeboten werden kann.